Eigenblutbehandlung (PRP)

Eigenblutbehandlung (PRP) zur Faltenbehandlung

Die Eigenblutbehandlung (PRP) ist ein minimalinvasiver Eingriff, bei dem Thrombozytenreiches Blutplasma (Platelet Rich Plasma, kurz: PRP) zur Verbesserung des Hautbildes in die zu behandelnden Hautareale injiziert wird. Zur Gewinnung des Blutplasmas werden wenige Milliliter Ihres Blutes abgenommen, die dann in einer Zentrifuge aufbereitet werden. Das separierte Plasma kann unverzüglich angewendet werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Faltenbehandlungen, ist die Eigenblutbehandlung (PRP) eine natürliche Alternative, die durch eine besonders schonende Anwendung überzeugen kann. Das sogenannte Vampire Lifting setzt auf das Prinzip der natürlichen Hautregeneration und auf den aktiven Volumenaufbau des Gewebes. Das Zellwachstum wird unter anderem durch die im Plasma enthaltenen TGF-beta und PDGF-AB angeregt. Aufgrund der Tatsache, dass ausschließlich körpereigene Stoffe verwendet werden, entstehen keine wirkstoffgeschuldeten Unverträglichkeiten. Die Anwendungsbereiche der Eigenblutbehandlung (PRP) sind vielfältig: Neben der Narben- und Faltenbehandlung im Gesicht kann sie auch effektiv zur Straffung des Halses, Verjüngung der Handrücken, Verbesserung der Hautstruktur des Dekolletés und zur Reduktion von Schwangerschafts- und Dehnungsstreifen eingesetzt werden. Zudem ist der Einsatz zur Verminderung bestimmter Haarausfallarten, zur Reduktion von Augenringen sowie in Kombination mit anderen Behandlungsverfahren (Eigenfetttransfer, CIT) möglich.

Um das Ergebnis zu optimieren, kann die Eigenblutbehandlung (PRP) durch das Medical Needling (CIT) ergänzt werden. Ob und inwieweit eine solche Kombination sinnvoll ist, besprechen Sie bitte mit Frau Dr. Heller oder Herrn Dr. Schlichter in einem persönlichen Gespräch in der Aestheticum Praxisklinik für Ästhetische und Plastische Chirurgie in Bremen.

Die Behandlung

Der Behandlungsverlauf lässt sich in drei Schritte gliedern. Vor der eigentlichen Eigenblutbehandlung (PRP) haben Sie ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem Sie von Ihrem behandelnden Arzt umfangreich über den Eingriff aufgeklärt werden. Dazu gehören eine Analyse der Ausgangssituation und das Aufstellen Ihres individuellen Behandlungsplans – selbstverständlich unter Berücksichtigung Ihrer Wünsche und Zielsetzungen. In der vorbereitenden Phase wird Ihnen eine kleine Menge Blut abgenommen, die mittels einer Zentrifuge in seine Bestandteile separiert und zur Injektion vorbereitet wird. Das Hautareal wird bei Bedarf mit einer Anästhesiecreme betäubt und die Plasmaflüssigkeit injiziert. Die Behandlungsdauer beläuft sich auf 30 bis 60 Minuten.

Eigenblutbehandlung (PRP): Das ist zu beachten

Eine Woche vor der Eigenblutbehandlung (PRP) sollten Sie auf die Einnahme von Medikamenten, wie Aspirin, Ibuprofen und weitere Schmerz- und Rheumamittel verzichten. Die enthaltenen Wirkstoffe können die Vitalität der Blutplättchen hemmen. Das Schmerzmittel Paracetamol hingegen ist erlaubt.

In der Zeit nach der Behandlung sollten Sie vorerst keinen Sport treiben und weder Sauna noch Solarium besuchen. Auch sollten Sie in den ersten Tagen keine Kosmetika auftragen, um das Infektionsrisiko zu minimieren.

Eigenblutbehandlung (PRP): Risiken und Nebenwirkungen

Die Eigenblutbehandlung (PRP) ist ein risikoarmer Eingriff, der in der Regel sehr gut verträglich ist. Nebenwirkungen können in Form von Rötungen und leichten Schwellungen auftreten. In seltenen Fällen können kleine Blutergüsse entstehen. Auch besteht durch die Injektionen ein leichtes Infektionsrisiko.

ÜBERBLICK
FachbegriffEigenblutbehandlung (PRP);
auch: PRP-Therapie, Vampire Lifting
EffektAufpolsterung von Falten;
Straffung und Verjüngung der Haut;
Verbesserung des Hautbildes bei Aknenarben
Reduktion von Haarausfall
Minimierung von Augenringen
MethodeInjektion von Eigenblutplasma (PRP)
Dauer der Behandlung30 bis 60 Minuten
NarkoseLokalanästhesie
Klinikaufenthaltnicht erforderlich
Nach dem Eingriffkeine heißen Bäder;
eine Woche keine Sauna;
keine säurehaltige Kosmetik oder Cremes;
zwei Wochen kein Solarium oder direkte Sonneneinstrahlung
Schmerzengering
Gesellschafts- und Arbeitsfähigkeitin der Regel direkt nach der Behandlung
Nebenwirkungenleichte Schwellungen;
Rötungen;
Blutergüsse