Schweißdrüsen­absaugung

Eine Schweißdrüsenabsaugung ist eine Behandlungsmöglichkeit bei einer Überfunktion der Schweißdrüsen.

Bei einer Schweißdrüsenüberfunktion (Hyperhydroses axillaris) kommt es bereits bei kleinen Anstrengungen oder auch in ruhigen Situationen zu übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrose). Betroffene Personen versuchen oft durch das Tragen dunkler Kleidung die Schweißflecken zu kaschieren. Oft besteht durch die Fehlfunktion der zur Temperaturregulierung dienenden Schweißdrüsen ein Leidensdruck, dem durch eine Schweißdrüsenabsaugung begegnet werden kann.

Schweißdrüsenabsaugung – eine bewährte Form der Hyperhidrose-Behandlung

Eine Hyperhidrose-Behandlung erfolgt im Bereich der Achselhöhlen durch eine Schweißdrüsenabsaugung. Nach einem Anamnesegespräch und gegebenfalls der Durchführung eines Jod-Stärke-Tests werden die Schweißdrüsen mithilfe einer Saugkürettage entfernt. Die Hyperhidrose-Behandlung ist ein minimalinvasiver Eingriff, der ungefähr eine Stunde lang andauert. Er kann unter örtlicher Betäubung im Dämmerschlaf erfolgen.

Bei einer fachgerechten Behandlung gibt es kaum Risiken. In Folge der Behandlung kann es zu vorübergehenden, lokalen Gefühlsminderungen an den Achseln, zu Blutergüssen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen kommen. Teilweise treten auch Verhärtungen auf, die sich nach einigen Monaten üblicherweise lösen. Eine Wiederholung der Schweißdrüsenabsaugung ist meist nicht notwendig.

Medikamentöse Hyperhidrose-Behandlung als Alternative

Eine Hyperhidrose-Behandlung ist auch durch die Injektion von Botulinum-Toxin möglich, sofern eine Schweißdrüsenabsaugung nicht durchgeführt werden kann oder der Patient keine operative Behandlung wünscht. Diese Behandlungsform ist insbesondere bei vermehrtem Schwitzen an Händen und Füßen sinnvoll. Das Toxin wird flach und punktförmig verabreicht und wirkt innerhalb von drei bis sieben Tagen. Die Wirkung hält allerdings maximal zwölf Monate an und muss daher regelmäßig wiederholt werden.