Botox

Botox ist einer der Handelsnamen von Botulinumtoxin-A, einem von verschiedenen Bakterienstämmen der Spezies Clostridium ausgeschiedenen Gift. Genau genommen handelt es sich dabei um einen Sammelbegriff von mehreren „Nerven“giften auf Proteinbasis. Weitere Namen sind Botulinum-Neurotoxin, Botulin oder Botulismustoxin. Botulinumtoxin-A ist das stärkste bekannte Gift und die Ursache von Lebensmittelvergiftungen. Symptome einer Vergiftung sind zunächst Kopf- und Magenschmerzen sowie Übelkeit und Erbrechen. Später kommen Schluck-, Seh- und Sprachstörungen hinzu. Wird die Vergiftung nicht behandelt, so tritt in der Hälfte der Fälle nach einigen Tagen der Tod durch Atemlähmung ein.

Botox in der Medizin

Botulinumtoxin-A hemmt die Erregungsleitung zwischen Nerven- und Muskelzellen, sodass Muskeln nicht mehr angespannt werden können. Dieser Wirkungsmechanismus wurde bereits im Jahre 1820 erkannt, zwei Jahre später wurde das Gift zur Behandlung von nervösen Störungen vorgeschlagen. Klinische Tests und die Zulassung als Arzneistoff erfolgten jedoch erst 1978. Seit 1980 wird es – oft unter dem Namen Botox – als Medikament gegen Schielen und Muskelkrämpfe (Spastiken) eingesetzt. Die abschwächende Wirkung auf die Bildung von Hautfalten wurde erst 1992 erkannt. Seit 2002 ist Botox als Medikament für die kosmetische Verwendung zugelassen. Die Wirkungsdauer beträgt circa drei bis sechs Monate. Welche Form der Faltenbehandlung für Sie in Frage kommt ist von Ihrem individuellen Befund abhängig, vereinbaren Sie einen persönlichen Beratungstermin mit Herrn Dr. Schlichter oder Frau Dr. Heller.