Polymilchsäure

Polymilchsäure orientiert sich, ähnlich wie Kollagen oder Hyaluronsäure, an einer körpereigenen Substanz, in diesem Fall an der Milchsäure. Der synthetisch hergestellte Stoff wird vor allem zum Volumenaufbau, erstmals 1999, verwendet. Die Einsatzbereiche der Polymilchsäure sind daher vor allem in der ästhetischen Medizin angesiedelt. Als Füllmaterial verleiht die Polymilchsäure der Haut Elastizität sowie ein frisches Erscheinungsbild. Diesen Effekt erzielt sie, indem sie den eigenen Kollagenhaushalt stimuliert. Dazu wird die Polymilchsäure in die tieferen Hautschichten gespritzt. Erst in diesen tieferen Schichten kann sie ihre kollagenstimulierende Wirkung vollkommen entfalten. Die Polymilchsäure-Unterspritzung ist weit verbreitet, da sie mit einer Doppelwirkung aufwarten kann. Sie dient als Filler und gleichzeitig als Biostimulator, der die eigene Kollagenproduktion anregt. Das Anregen der eigenen Kollagenproduktion kann mitunter einige Wochen dauern, daher wird die Haut nicht direkt nach der Behandlung gefestigt, sondern erst über einen längeren Prozess. Nach und nach führt dieser Prozess zu einem natürlichen Volumenaufbau, der mittel- bis langfristig anhält. Um ein optimales Ergebnis erzielen zu können, sind meist mehrere Sitzungen notwendig. Erst nach zwei bis drei Monaten setzt dann die endgültige Wirkung der Polymilchsäure ein, kann dann jedoch bis zu zwei Jahre anhalten. Lohnenswert ist dieser minimalinvasive Eingriff daher erst bei stark ausgeprägten Falten.

Einsatzbereiche von Polymilchsäure

Die Polymilchsäure wird überwiegend als Filler zum Volumenaufbau eingesetzt. Daneben wird sie genutzt, um auch flächige Hautareale zu behandeln. Darunter fallen eine Volumenkorrektur von Hohlwangen, Konturkorrekturen, beispielsweise am Kinn sowie die Glättung von besonders tiefen Falten, wie Marionetten- der Nasolabialfalten. Weiterhin kann die Polymilchsäure auch außerhalb des Gesichts, auf den Handrücken, an Oberarmen und Oberschenkeln eingesetzt werden. Die Substanz ist circa nach sechs Monaten abgebaut, jedoch hält der Effekt aufgrund der Stimulation länger an. Trotz abgebauter Polymilchsäure bleibt die Haut also straff und voluminös.