Lipom

Ein Lipom ist ein benigner (gutartiger) Tumor des Fettgewebes. Lipome treten meist unter der Haut (subkutan) an Weichteilen auf und sind besonders häufig an der Hals- und Kopfregion zu finden. Von den subkutanen Lipomen sind tiefsitzende (infiltrierende) Lipome zu unterscheiden. Letztere sind allerdings seltener und kaum klinisch relevant. Meist werden sie als Zufallsbefund in bildgebenden Verfahren entdeckt.

Entstehung, Einordnung und Abgrenzung eines Lipoms

Die Entstehungsursache von Lipomen ist nicht abschließend geklärt. Eine Möglichkeit ist eine ungewöhnliche Entwicklung pluripotenter mesenchymaler Zellen. Weiterhin ist nicht geklärt, ob Lipome als Hyperplasie oder Neoplasie eingeordnet werden sollten. Die benignen Lipome treten deutlich häufiger auf als bösartige Liposarkome.

Entfernung von Lipomen

Die Entfernung eines Lipoms ist nicht immer medizinisch notwendig. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn aufgrund der Größe körperliche Beeinträchtigungen hervorgerufen werden. Oftmals kommt allerdings der ästhetische Aspekt zum Tragen. Die Entfernung eines Lipoms kann in den meisten Fällen unter lokaler Anästhesie erfolgen. Ist ein Lipom zu groß oder an einer ungünstigen Stelle, kann eine Vollnarkose sinnvoll sein. Gegebenenfalls ist die Anfertigung einer Bildgebung (Ultraschall / MRT) vor einer Operation sinnvoll.

In der Regel wird das Lipom operativ entfernt. So kann das Lipom herausgenommen werden, indem die Haut über dem Lipom geöffnet und das Lipom mit seiner Hülle extrahiert wird. Meist können mehrere Lipome in einer Sitzung entfernt werden. Die Wunde wird anschließend vernäht und ein Druckverband angelegt.

Die Form der Behandlung wird nach der Befunderhebung in der Praxis für ästhetische Chirurgie in Bremen durch Herrn Dr. Schlichter und Frau Dr. Heller mit Ihnen individuell erörtert.

Risiken der Lipomentfernung

Grundsätzlich ist zu bedenken, dass es auch bei kleinen Eingriffen wie bei einer Lipom-Entfernung zu Komplikationen kommen kann. Einige der möglichen Risiken sind etwa Asymmetrien, Dellen oder Gewebeverhärtungen. Wie bei jeder Operation besteht zudem die Möglichkeit, dass das Ergebnis nicht den Erwartungen des Patienten entspricht.

In Folge einer Operation kann es unter anderem zu Blutergüssen, Schwellungen und Nachblutungen kommen. Auch die Ansammlung von Flüssigkeit an der Wundfläche, Taubheitsgefühle oder Berührungsempfindlichkeit können auftreten. Diese sind meist vorübergehender Natur.