Atherom

Ein Atherom, umgangssprachlich auch Grützbeutel genannt, ist eine gutartige Zyste, die sich in Form einer Halbkugel nach vorne wölbt und vor allem mit Fett oder Hautzellen gefüllt ist. Meistens kommt sie auf der Kopfhaut vor, denn Atherome gehen von der Haarwurzel aus. Atherome können jedoch auch am Bauch, im Gesicht, im Nacken oder Intimbereich einzeln oder gemeinsam mit anderen Zysten auftreten. Sie sind oft wenige Zentimeter groß, können aber auch auf Hühnereigröße anwachsen.

Atherom: Abgrenzung

Bei einem echten Atherom handelt es sich um eine Trichilemmalzyste. Teilweise wird auch eine Epidermoidzyste als Atherom bezeichnet. Diese entwickelt sich jedoch aus dem oberen Teil der Haarwurzel, dem Infundibulum, nicht der Haarwurzelscheide.

Atherom: Symptome

Oft verursacht ein Atherom keine oder nur wenige Beschwerden, da es allerdings von außen als Erhebung sichtbar ist, kann eine Entfernung aus ästhetischen Gründen heraus erfolgen. Oft verdrängt das Atherom die Haare an dieser Stelle, das heißt, die das Atherom umgebenden Haare stehen weiter auseinander oder es wachsen an dieser Stelle keine Haare mehr.

Eine Atherom-Entfernung kann auch notwendig sein, wenn sich dieses entzündet hat.

Atherom: Entfernung durch die plastische Chirurgie

Ein Atherom kann von einem Hautarzt oder Allgemeinmediziner diagnostiziert werden, entfernt werden sollte es von einem Chirurgen. Üblicherweise ist die Extraktion unter lokaler Betäubung möglich. Je nach Größe und Lage und falls das Atherom entzündet ist, kann auch eine Vollnarkose notwendig sein. Die Behandlung dauert in der Regel etwa 15 bis 30 Minuten. Das Atherom wird mit seiner Kapsel und dem Ausführungsgang extrahiert. Ist die Atherom-Entfernung nicht vollständig, kann sich ein neues Atherom bilden.

Eine Atherom-Entfernung ist vergleichsweise risikoarm. Wie bei jeder Hautöffnung können allerdings Schmerzen, Infektionen, Wundheilungsstörungen oder auch Nachblutungen auftreten.