Schweißdrüsenabsaugung

BEHANDLUNGSVERLAUF

Im Sommer nur Weiß tragen ist langweilig!

Es gibt leider viele Menschen, die sich im Sommer mit diesem modischen Problem beschäftigen müssen. Sie leiden an einer kaum bekannten, aber leider weit verbreiteten Erkrankung:

Schweißdrüsenüberfunktion der Achselhöhlen
(Hyperhidrosis axillaris)

Das unkontrollierbare Schwitzen bei kleinsten Anstrengungen oder gar schon in Ruhe führt dazu, daß sich störende Schwitzränder zeigen und die Kleidung mehrmals täglich gewechselt wird. Bunte Kleidung zu tragen ist schon gar nicht möglich. Dabei sind Patienten mit diesem Problem keineswegs unreinlich, im Gegenteil, sie achten sehr stark auf Körperhygiene.

Schwitzen ist ein für den Körper wichtiger Vorgang, der die Temperatur regelt und durch körperliche Belastung oder äußere Wärme verstärkt wird. Flüssigkeit, die auf die Haut gelangt, sorgt durch Verdunstungskälte für Kühlung. Die dafür zuständigen Schweißdrüsen liegen im Unterhautfettgewebe.

Gelegentlich kommt es zu einer Fehlfunktion dieser Temperaturregelung. Der Körper schwitzt unkontrolliert (sog. Hyperhidrosis), besonders in den Achselhöhlen, an Händen und Füßen. Dadurch entsteht ein hoher persönlicher Leidensdruck.

Im Bereich der Achseln kann abgeholfen werden, die Schweißdrüsen werden durch eine Absaugung/Saugcurettage zum überwiegenden Teil entfernt. Die Kühlung des Körpers ist nach wie vor gewährleistet, das übermäßige Schwitzen in den Achseln aber unterbunden.

Diese bereits erprobte Methode ist ungefährlich, vorausgesetzt, sie wird fachgerecht durchgeführt. Mögliche Nebenwirkungen sind vorübergehende kleinflächige Gefühlsminderungen im Bereich der Achselhöhle, Bluterguß oder Infektion. Selten ist eine zweite Behandlung erforderlich, Verhärtungen lösen sich nach wenigen Wochen.

Vor dem Eingriff wird ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt durchgeführt, anschließend erfolgt die Messung des übermäßigen Schwitzens in den Achselhöhlen durch den sog. „Jod-Stärke-Test“. Dabei kann Ort und Menge des Schwitzens sichtbar gemacht werden. Durch eine chemische Reaktion verfärbt sich der Schweiß dunkel.

Was passiert nach der Schweißdrüsenentfernung?

Der minimal-invasive Eingriff selber wird ambulant in Lokalanästhesie durchgeführt und dauert ca. 1 Stunde. Die überschüssigen Schweißdrüsen werden dabei durch Absaugen und Curettage entfernt, sie wachsen nicht wieder nach. Arbeitsfähigkeit besteht wieder nach 2-3 Tagen.

Patienten, für die die Absaugung von Schweißdrüsen nicht in Frage kommt, kann trotzdem geholfen werden: Auch mit einem Medikament, einem verdünnten Bakteriengift, kann die Schweißdrüsen- produktion reduziert bis unterbunden werden. Dabei wird das Toxin im übermäßig schwitzenden Bereich punktförmig flach unter die Haut gespritzt. Die Wirkung tritt nach 3-7 Tagen ein. Dieser Effekt ist allerdings nicht dauerhaft, eine solche Behandlung muß alle 3-12 Monate wiederholt werden.

Weitere Informationen zum Thema Schweißdrüsenüberfunktion finden Sie auf folgender Webseite: www.kein-schwitzen-mehr.de

Genaueres erläutert Ihnen Dr. Schlichter in einem persönlichen Gespräch.